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Ich würde nie unvorbereitet an der Startlinie stehen

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Warum ich heute auch einen Hautarzttermin für meine Psoriasis anders vorbereite als früher.

In Kooperation mit AbbVie | Mehr Informationen zu Psoriasis und möglichen Behandlungsperspektiven gibt es im Gespräch mit einer Fachärztin oder einem Facharzt für Dermatologie.

Für Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer ist das wahrscheinlich eines der bekanntesten Szenarien: Man stürzt, fährt zum Arzt, macht ein Röntgenbild und – oh nein – dann ist da etwas, das schwarz auf weiß feststeht. Ein Bruch. Eine Diagnose. Ein Behandlungsplan. Und irgendwann ist der Knochen wieder zusammengewachsen.

Bei mir war es ganz anders. Als ich um die 13 Jahre alt war, habe ich viele Arzttermine gehabt. Mit 22 dann das ganze noch einmal. Lange Zeit hatte ich keine Diagnose, die sich so eindeutig festhalten ließ. Und vor allem war da nichts, das man einfach für ein paar Wochen ruhig stellen und anschließend abhaken konnte. Meine Psoriasis war nicht plötzlich wieder verschwunden, nur weil ich einen Arzttermin hinter mir hatte.

2017
2026

Was man von außen nicht sieht

Heute merke ich, dass ich erst im Nachhinein verstanden habe, wie groß der psychische Druck damals eigentlich war. Psoriasis ist für mich deshalb nie nur eine Frage der Haut gewesen. Sie hat mich in ganz alltäglichen Situationen begleitet. Beim Einkaufen. Beim Friseur. In der Apotheke. Im Kontakt mit anderen Menschen. Und natürlich auch beim Sport.

Für alle jene von euch, die ganz frisch mit dieser Diagnose dastehen, aber auch für jene, die schon lange mit dem ein oder anderen Plaque kämpfen, ohne dass, was weiter geht, schreibe ich diesen Blogbeitrag. Und falls es dich nicht betrifft: noch besser! Vielleicht kennst du jemanden, dem dieser Blog helfen könnte?

Vor einem RadrennenVor einem Hautarzttermin
Ich wähle das passende Rennen. Ich schaue mir Strecke, Distanz und Höhenmeter an und überlege, ob das Rennen zu mir passt.Ich wähle den passenden Hautarzt. Wer kann mir bei meiner Erkrankung wirklich helfen? Fühle ich mich dort ernst genommen? Passt der Termin in meinen Alltag?
Ich bereite mich vor. Ich trainiere, plane meine Ernährung und überlege, was ich unterwegs brauche.Ich bereite meinen Termin vor. Welche Beschwerden habe ich? Was schränkt mich im Alltag ein? Was belastet mich? Welche Fragen möchte ich stellen?
Ich kenne die Strecke. Ich schaue mir vorher an, was auf mich zukommt, wo es schwierig wird und wo ich besonders aufpassen muss.Ich kenne meine Symptome. Ich überlege vorher, in welchen Situationen die Psoriasis mein Leben beeinflusst: bei der Arbeit, beim Sport, in der Familie, beim Schlafen oder im Kontakt mit anderen Menschen und beschreibe das dem Hautarzt/der Hautärztin.
Ich habe einen Plan für den Renntag. Ich weiß, wann ich unter Belastung essen und trinken kann und was ich mache, wenn etwas nicht nach Plan läuft.Ich habe einen Plan für die Behandlung mit meinem Hautarzt/meiner Hautärztin vereinbart: Was ist das Ziel der Therapie? Wann überprüfen wir, ob sie funktioniert? Und was ist der nächste Schritt, wenn sie nicht ausreichend wirkt?
Vor dem Start gehe ich noch einmal alles durch. Helm, Flaschen, Computer, Reifendruck.Vor dem Arztgespräch gehe ich meine Notizen noch einmal durch. Zum Beispiel meinen „Psoriasis-Pitch“ oder die wichtigsten Punkte in meiner Notizen-App.
Im Rennen muss ich meine Leistung abrufen. Obwohl ich vorbereitet bin, kann ich im entscheidenden Moment nervös sein oder etwas vergessen.Im Arztgespräch muss ich meine Situation möglichst konkret schildern. Gerade dann hilft es, Beispiele aus dem Alltag parat zu haben.
Nach dem Rennen analysiere ich, was funktioniert hat. Was lief gut? Wo hatte ich Probleme? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?Nach dem Termin reflektiere ich den Behandlungsplan. Wurde ich ernst genommen? Habe ich den Therapieplan verstanden? Erreichen wir die vereinbarten Ziele?
Wenn etwas nicht funktioniert, ändere ich meine Strategie. Ein anderes Training, eine andere Taktik oder vielleicht ein anderes Rennen.Wenn die Behandlung nicht funktioniert, sollte es einen nächsten Schritt geben. Therapie anpassen, weitere Möglichkeiten besprechen oder gegebenenfalls eine zweite ärztliche Meinung einholen.

Beim Radrennen würde ich niemals unvorbereitet an der Startlinie stehen. Warum sollte ich das bei einem Arzttermin tun, bei dem es um meine Gesundheit geht?

Und genau wie beim Radrennen macht auch bei meiner Psoriasis die Vorbereitung einen Unterschied. Heute kann ich sagen: Durch die gute Zusammenarbeit mit meiner Hautärztin, eine für mich passende Behandlung und indem ich gelernt habe, meine Psoriasis und ihre Auswirkungen auf meinen Alltag besser zu beobachten und anzusprechen, kann ich heute weitgehend beschwerdefrei leben. Das war nicht immer so. Und es ist für mich ein ziemlich großer Unterschied, ob ich einen Arzttermin einfach „hinter mich bringe“ oder ob ich ihn aktiv dafür nutze, gemeinsam mit meiner Ärztin an meiner Situation zu arbeiten.


Bereite deinen nächsten Arzttermin genauso vor wie dein nächstes Rennen: Nimm dir heute fünf Minuten, öffne deine Notizen-App oder den Psoriasis Pitch und schreib drei Dinge auf, die dich durch deine Psoriasis im Alltag am meisten belasten, und drei Fragen, die du beim nächsten Termin unbedingt stellen möchtest. Nimm diese Liste mit und besprich sie mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt.

Nora arbeitet hauptberuflich im digitalen Marketing und hat nebenbei einen der erfolgreichsten Rennrad Instagram-Accounts & Blogs im DACH-Raum "großgezogen". Außerdem schreibt und fotografiert sie für Magazine, Zeitungen und Marken. 

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